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Am Tag der Menschenrechte wackeln in Poznan die Rechte der Indigenen

Bei UN-Klimakonferenz wollen mehrere Länder die Auswirkungen der REDD-Zertifikate auf Indigene ausklammern






Poznan (10. Dezember). „Ausgerechnet heute – am Tag der Internationalen Menschenrechte und zum 60. Jubiläum der UN-Menschenrechtsdeklaration - drohen die Rechte der Indigenen in Poznan ausgehöhlt zu werden“, ärgert sich Wolfgang Mehl vom Klimabündnis. Vor allem die Verhandlungen zu den REDD-Zertifikaten (Verschmutzungszertifikate für Regenwaldschutz) drohen für die Indigenen Völker zum Desaster zu werden.


Mehl: „Die Indigenen werden bei den Verhandlungen nicht gehört, es wird aber über ihre Zukunft bestimmt. Gestern haben sich mehrere Länder dafür eingesetzt, dass die Auswirkungen der REDD-Zertifikate auf Indigene Bevölkerungsgruppen und deren Rechte einfach ausgeklammert werden. Das hätte fatale Auswirkungen auf die Lebensbedingungen jener Personen, die den geringsten Beitrag zum Klimawandel leisten, die Folgen am deutlichsten und unmittelbarsten zu spüren bekommen. Es droht das einzutreffen, was wir befürchtet und kritisiert haben. Vom Geld, das Länder wie Brasilien einnehmen, wird den Indigenen nichts bleiben. Im Gegenteil, sie können sich beim Schutz des Regenwaldes und ihrer Ressourcen nicht einmal auf ihre Rechte stützen.“  


Fossil des Tages für Angriff auf Rechte der Indigenen


Ins Wackeln bringen die Rechte der Indigenen vor allem die VertreterInnen der Länder USA, Neuseeland, Kanada, Australien und Indonesien. Die NGOs quittierten diesen „Angriff auf die Rechte der Indigenen“ mit der Nominierung zum „Fossil des Tages“ – einem Preis für Länder mit dem negativsten Einfluss auf die Verhandlungen in Poznan. „Wir werden den Prozess weiter verfolgen und hoffen, dass sich diese Länder doch nicht durchsetzen“, so Mehl.

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