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Erster indigener Bürgermeister am Rio Negro
Klimabündnis-Partner übernehmen höchstes Amt in São Gabriel da Cachoeira: Pedro Garcia wird Bürgermeister, Andre Baniwa Stellvertreter.
Diese Wahl ist ein wichtiges Zeichen für unsere indigenen Partner im
Rio Negro und stärkt deren Position, freut sich Wolfgang Mehl vom
Klimabündnis Österreich über das Ergebnis der Kommunal-Wahl in
Brasilien. Mit Pedro Garcia übernimmt erstmals in der Geschichte
Brasiliens ein Indigener in einer Stadt das Bürgermeister-Amt,
Vize-Bürgermeister wird mit Andre Baniwa ebenfalls ein Indigener. Mit
über 50%-Stimmanteil fiel das Ergebnis in São Gabriel da Cachoeira, das
rund 900 Kilometer von der Hauptstadt Manaus im Nordwesten des
Bundesstaates liegt, eindeutig aus. Beide sind ehemalige Direktoren der
FOIRN, der Partner-Organisation des Klimabündnis im Amazonas. Und beide
waren schon öfters auf Erfahrungsaustausch in Österreich. Dieser
persönliche Zugang wird auch unsere Zusammenarbeit mit den Indigenen
Partnern erleichtern. Damit werden wir noch effizienter helfen können.
Vorrangiges Ziel bleibt es, dass das Schulwesen und die gesundheitliche
Versorgung verbessert wird, so Mehl.
Klimabündnis-Projekt sorgt für klimafreundlichen Strom im Amazonas
Das
Klimabündnis ist in den 90er Jahren eine Partnerschaft mit dem Gebiet
Rio Negro, das größer als Österreich und Slowenien zusammen ist,
eingegangen. Der größte Erfolg war die Anerkennung eines 11 Millionen
Hektar Regenwald-Gebietes als indigenes Siedlungsgebiet. Zurzeit
unterstützt das Klimabündnis seine indigenen Partner bei der Umstellung
der Stromproduktion auf klimafreundliche Solarenergie. In Kooperation
mit der FOIRN, dem Dachverband der indigenen Basisorganisationen, ist
die Installation von je zwei Photovoltaikanlagen in sechs Dörfern am
Rio Negro geplant. Erste Pilotversuche verliefen bereits erfolgreich.
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